Ich glaube, ich verlange zu wenig – wie finde ich das heraus?
Kurze AntwortZu niedrige Preise entstehen oft, weil der Preis nur mit Blick auf die Konkurrenz festgelegt wurde, Kosten in der Rechnung fehlen, du unsicher über deinen eigenen Wert bist oder deine Zielgruppe nur über den Preis kauft. Der erste Schritt ist zu berechnen, was es dich wirklich kostet, dein Produkt oder deine Leistung zu liefern – inklusive deiner Zeit.
Woran du es merkst
Du hast Kunden, vielleicht sogar einen vollen Kalender, aber du arbeitest zu viel für zu wenig Geld. Manchmal spürst du, dass der Kunde mehr zahlen würde, und traust dich nicht, es zu verlangen.
Die wahrscheinlichsten Ursachen
- Preis von der Konkurrenz kopiertDu hast deinen Preis daran ausgerichtet, was andere verlangen, ohne zu wissen, ob deren Kosten und Leistung mit deinen vergleichbar sind.
- Vergessene KostenSteuern, Gebühren, Fahrten, Nacharbeit und Stunden für die Kundenbetreuung sind nicht in die Kalkulation eingeflossen.
- Unsicherheit über deinen WertDu hast Angst, Kunden zu verlieren, und verlangst lieber weniger, obwohl du gute Arbeit lieferst.
- Preissensible ZielgruppeDeine Werbung zieht vor allem Leute an, die das Billigste suchen, was den niedrigen Preis weiter verfestigt.
Kurzer Selbsttest
- Weißt du, was eine Stunde deiner Arbeit kostet?
- Sind Steuern und Gebühren in deinem Preis enthalten?
- Beschweren sich Kunden fast nie über den Preis?
- Ist dein Kalender voll und trotzdem bleibt kein Geld übrig?
Wenn du zwei oder mehr Fragen mit Ja beantwortet hast, fang bei dieser Ursache an.
Erster Schritt heute
Addiere alle deine monatlichen Kosten, einschließlich einer fairen Vergütung für dich, und teile die Summe durch die tatsächlich verkauften Stunden. Vergleiche das mit dem, was du heute verlangst.
30-Tage-Plan
- Woche 1: Berechne die echten Kosten pro Stunde oder pro Einheit, einschließlich Steuern, Gebühren und deiner Vergütung.
- Wochen 2 und 3: Lege einen neuen Preis für Neukunden fest und beobachte die Reaktionen; bereite eine ruhige Art vor, den gelieferten Wert zu erklären.
- Woche 4: Prüfe, ob der neue Preis Kunden vertrieben oder nur diejenigen herausgefiltert hat, die nur das Billigste suchten, und plane die Anpassung für Bestandskunden.
Wann du dir professionelle Hilfe holen solltest
Wende dich an eine Steuerberatung, um Steuern und Besteuerungsform richtig zu berechnen. Eine lokale Gründungs- und Mittelstandsberatung oder ein Mentor helfen, wenn du nicht weißt, wie du eine Preisliste aufbaust.
Häufige Fragen
- Verliere ich alle Kunden, wenn ich die Preise erhöhe?
- Einige preissensible Kunden gehen vielleicht, aber viele bleiben, wenn sie den Wert erkennen. Ein Test mit Neukunden verringert das Risiko.
- Sollte ich dasselbe verlangen wie die Konkurrenz?
- Nutze die Konkurrenz als Orientierung, nicht als Regel. Dein Preis muss deine Kosten decken und deine Leistung widerspiegeln.