Warum tue ich mich mit Veränderungen so schwer?
Woran du es merkst
Ein Umzug, ein neuer Job, eine neue Stadt oder eine veränderte Beziehung lösen Angst, Widerstand und starke Sehnsucht nach dem Früheren aus.
Die wahrscheinlichsten Ursachen
- Verlust der RoutineVertraute Gewohnheiten geben Vorhersehbarkeit, und sie zu verlieren, erzeugt Unsicherheit.
- Angst vor dem UnbekanntenDer Kopf stellt sich gern das Schlimmste vor, wenn er nicht weiß, was kommt.
- Bedürfnis nach KontrolleJe mehr du kontrollieren musst, desto schwerer fällt es, Unvorhergesehenes zu akzeptieren.
- Unerkannte TrauerSelbst gute Veränderungen bringen Verluste mit sich, die gefühlt werden wollen.
Kurzer Selbsttest
- Hast du das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren, wenn sich die Routine ändert?
- Malst du dir negative Szenarien über das Neue aus?
- Sehnst du dich stark danach, wie es früher war?
Wenn du zwei oder mehr Fragen mit Ja beantwortet hast, fang bei dieser Ursache an.
Erster Schritt heute
Wähle eine Gewohnheit aus der Zeit vor der Veränderung, etwa einen Spaziergang oder ein Frühstück, und wiederhole sie heute im neuen Umfeld.
30-Tage-Plan
- Woche 1: Schaff zwei oder drei Routine-Anker in der neuen Situation und schreib auf, was du verloren hast und was dir fehlt.
- Wochen 2 und 3: Liste auf, was neu ist, erkunde jede Woche eine Sache und erkenne kleine Anpassungen an.
- Woche 4: Schau auf den zurückgelegten Weg, benenne, was schon vertrauter ist, und leg den nächsten Anpassungsschritt fest.
Wann du dir professionelle Hilfe holen solltest
Wende dich an eine Psychotherapeutin oder einen Psychotherapeuten, wenn die Anpassungsschwierigkeiten länger als einige Wochen anhalten, mit Traurigkeit, starker Angst, Schlaflosigkeit oder Rückzug einhergehen oder wenn sie dich daran hindern, bei der Arbeit oder in der Ausbildung zu funktionieren. Wenn du sehr stark leidest, wende dich an eine Krisenhotline oder an den Notruf in deinem Land.
Häufige Fragen
- Wie lange dauert es, sich anzupassen?
- Das ist von Mensch zu Mensch verschieden und hängt von der Größe der Veränderung ab. Geduld mit dir selbst gehört dazu.
- Ist es normal, das Alte zu vermissen?
- Ja. Den Verlust anzuerkennen, hilft, Raum für das Neue zu schaffen.