Ich vergleiche meine Karriere mit anderen und fühle mich zurückgeblieben – was tun?
Kurze AntwortDie eigene Karriere mit anderen zu vergleichen, erzeugt das Gefühl, hinterherzuhinken, weil du nur sichtbare Erfolge siehst, unterschiedliche Umstände ausblendest und keine eigenen Erfolgskriterien hast. Vergleiche können sogar nützlich sein, wenn sie zu Information werden. Der erste Schritt: Leg zwei oder drei persönliche Fortschrittskriterien fest und miss deine Entwicklung an dir selbst.
Woran du es merkst
Du siehst Kollegen mit besseren Positionen, Gehältern oder Erfolgen und hast das Gefühl, zurückzufallen, selbst wenn dein Leben gut läuft.
Die wahrscheinlichsten Ursachen
- Unvollständiges BildDu vergleichst deinen Alltag hinter den Kulissen mit dem Schaufenster der anderen, ohne die Schwierigkeiten und Entscheidungen dahinter zu sehen.
- Unterschiedliche UmständeAusgangspunkte, Chancen und Prioritäten unterscheiden sich stark von Mensch zu Mensch.
- Geliehener ErfolgsmaßstabDu misst deinen Fortschritt mit fremden Maßstäben wie Titel oder Gehalt, ohne zu wissen, ob dir das wichtig ist.
- Ständige KonfrontationJeden Tag das Berufsleben anderer zu verfolgen, verstärkt das Gefühl, hinterherzuhinken.
Kurzer Selbsttest
- Weißt du, was beruflicher Erfolg für dich bedeutet?
- Vergleichst du dich oft, wenn du Beiträge von Kollegen siehst?
- Berücksichtigst du die unterschiedlichen Umstände der Menschen?
- Siehst du deine Entwicklung der letzten Jahre?
Wenn du zwei oder mehr Fragen mit Ja beantwortet hast, fang bei dieser Ursache an.
Erster Schritt heute
Schreib heute drei Dinge auf, die sich in deinem Berufsleben in den letzten zwei Jahren verändert haben und die du schätzt.
30-Tage-Plan
- Woche 1: Leg deine Fortschrittskriterien fest und halte deine Entwicklung im Vergleich zu dir selbst fest.
- Wochen 2 und 3: Reduziere Auslöser für Vergleiche und mach aus einem Vergleich eine nützliche Frage: Was hat diese Person getan, von dem ich lernen könnte?
- Woche 4: Sprich mit jemandem, den du bewunderst, über den Weg dieser Person und leg einen nächsten Schritt fest, der zu deinen Kriterien passt.
Wann du dir professionelle Hilfe holen solltest
Such dir einen Mentor, um Abstand zu deinem Werdegang zu gewinnen. Wenn Vergleiche ständige Angst, geringes Selbstwertgefühl oder anhaltende Traurigkeit auslösen, wende dich an eine Fachperson für psychische Gesundheit.
Häufige Fragen
- Ist Vergleichen immer schlecht?
- Nein. Es kann inspirieren und Wege zeigen, solange daraus Lernen wird und keine Selbstkritik.
- Wie erkenne ich, ob ich wirklich zurückliege?
- Vergleich dich mit deinen eigenen Zielen. Wenn du keine festgelegt hast, fang dort an.