Ich schäme mich zu verkaufen – wie überwinde ich das?
Kurze AntwortScham beim Verkaufen kommt meist von der Vorstellung, Verkaufen heiße jemandem etwas aufzudrängen, von Unsicherheit über den eigenen Wert, von Angst vor Ablehnung und davon, keinen einfachen Leitfaden für das Gespräch zu haben. Der erste Schritt ist, den Verkauf als Gespräch zu sehen, in dem du herausfindest, ob du dieser Person helfen kannst.
Woran du es merkst
Du weißt, dass deine Arbeit gut ist, aber du blockierst, wenn du etwas anbieten, den Preis nennen oder um eine Entscheidung bitten sollst. Lieber wartest du, bis der Kunde fragt.
Die wahrscheinlichsten Ursachen
- Negatives Bild vom VerkaufenDu verbindest Verkaufen mit Aufdringlichkeit und Manipulation und willst nicht so sein.
- Unsicherheit über den WertIm Grunde zweifelst du, ob deine Arbeit den Preis wert ist, und sprichst ungern darüber.
- Angst vor AblehnungEin „Nein“ des Kunden fühlt sich an wie ein „Nein“ zu dir als Person.
- Fehlender LeitfadenOhne zu wissen, was du fragen und wie du das Gespräch führen sollst, wird es unangenehm.
Kurzer Selbsttest
- Vermeidest du es, den Preis zu nennen?
- Wartest du, bis der Kunde die Initiative zum Kauf ergreift?
- Bekommst du Lob von Kunden, tust dich aber schwer, etwas anzubieten?
- Nimmst du ein „Nein“ persönlich?
Wenn du zwei oder mehr Fragen mit Ja beantwortet hast, fang bei dieser Ursache an.
Erster Schritt heute
Schreib drei Fragen auf, mit denen du das Problem eines Kunden verstehen würdest. Stell sie im nächsten Gespräch, bevor du über den Preis sprichst.
30-Tage-Plan
- Woche 1: Schreib einen einfachen Leitfaden – fragen, zuhören, erklären, wie du helfen kannst, Preis nennen – und sammle Rückmeldungen zufriedener Kunden.
- Wochen 2 und 3: Nutze den Leitfaden in echten Gesprächen, nenne den Preis in Ruhe und notiere, wie du dich gefühlt hast und was passiert ist.
- Woche 4: Geh die Gespräche durch, passe den Leitfaden an und achte darauf, wie viele Menschen sich für die Hilfe bedankt haben.
Wann du dir professionelle Hilfe holen solltest
Wende dich an einen Business-Mentor oder eine lokale Gründungs- und Mittelstandsberatung, wenn du deine Verkaufsgespräche trainieren möchtest. Wenn das Unbehagen sehr stark ist und andere Lebensbereiche beeinträchtigt, kann ein Gespräch mit einer Fachperson für psychische Gesundheit helfen.
Häufige Fragen
- Muss ich extrovertiert sein, um gut zu verkaufen?
- Nein. Aufmerksam zuhören und gute Fragen stellen bringt meist mehr als viel reden.
- Funktioniert Verkaufen ohne Druck?
- Ja. Den Bedarf zu verstehen und die Person in Ruhe entscheiden zu lassen schafft mehr Vertrauen und zufriedenere Kunden.