Ich weiß nicht, wie viel ich als Freelancer für meine Arbeit verlangen soll
Kurze AntwortFreelancer, die nicht wissen, was sie verlangen sollen, vergessen meist nicht abrechenbare Stunden, rechnen Steuern und Kosten nicht ein, orientieren sich an zufälligen Werten aus dem Internet oder rechnen pro Stunde ab, obwohl der Kunde das Ergebnis schätzt. Der erste Schritt ist festzulegen, wie viel du im Monat verdienen musst und wie viele Stunden du tatsächlich verkaufen kannst.
Woran du es merkst
Jedes Angebot ist eine Qual. Du schätzt Preise ins Blaue, mal verlangst du zu wenig und bereust es, mal mehr und der Kunde verschwindet.
Die wahrscheinlichsten Ursachen
- Nicht abrechenbare Stunden ignoriertAkquise, Meetings, Korrekturen und Verwaltung kosten Zeit, die nicht im Preis steckt.
- Kosten und Steuern vergessenAusrüstung, Software, Steuern und Altersvorsorge sind nicht eingerechnet.
- Lose VergleichswerteDu vergleichst mit Preisen aus dem Internet, ohne den Kontext der Anbieter zu kennen.
- Unpassendes AbrechnungsmodellStundenabrechnung bestraft schnelles Arbeiten und spiegelt nicht den Wert wider, den der Kunde erhält.
Kurzer Selbsttest
- Weißt du, wie viel du im Monat verdienen musst?
- Weißt du, wie viele Stunden du im Monat wirklich abrechnen kannst?
- Sind Steuern in deinem Preis enthalten?
- Hast du schon pro Projekt statt pro Stunde abgerechnet?
Wenn du zwei oder mehr Fragen mit Ja beantwortet hast, fang bei dieser Ursache an.
Erster Schritt heute
Addiere deine monatlichen Kosten, Steuern und das Einkommen, das du brauchst, und teile die Summe durch die realistische Zahl abrechenbarer Stunden im Monat. Das ist dein Mindeststundensatz.
30-Tage-Plan
- Woche 1: Berechne deinen Mindeststundensatz unter Berücksichtigung nicht abrechenbarer Stunden, Kosten und Steuern.
- Wochen 2 und 3: Übertrage diesen Wert als Untergrenze in Projekt- oder Paketpreise und teste sie bei den nächsten Angeboten.
- Woche 4: Werte die Reaktionen der Kunden aus, passe die Pakete an und notiere, wie lange jedes Projekt tatsächlich gedauert hat.
Wann du dir professionelle Hilfe holen solltest
Wende dich an eine Steuerberatung, um die passende Form der Selbstständigkeit zu wählen und Steuern korrekt zu berechnen. Lokale Gründungs- und Mittelstandsberatungen bieten Orientierung für alle, die gerade in die Selbstständigkeit starten.
Häufige Fragen
- Soll ich pro Stunde oder pro Projekt abrechnen?
- Pro Projekt ist meist besser, wenn der Umfang klar ist, weil der Fokus auf dem Ergebnis liegt. Nutze den Stundensatz als Berechnungsgrundlage.
- Und wenn der Kunde sagt, es sei zu teuer?
- Finde heraus, was er erwartet hat, und passe den Umfang an, nicht nur den Preis.